Hier sind wir…

…das 4-Häuser-Projekt in Tübingen (seit 2011): Etwa 120 Menschen (und Katzen, Hühner, Kaninchen,…), die selbstverwaltet und selbstbestimmt in fünf Häusern in der Hechinger Strasse 23, 35 (Neubau), 40 und 46 sowie der Autenriethstrasse 15 leben.

Uns, die Projektgeschichte,  das Mietshäuser Syndikat Freiburg und natürlich neue Entwicklungen wie der Neubau unseres fünften Hauses (ab 2023) – all das findet Ihr hier auf dieser Internetseite.

Foto mit vielen von uns (es fehlen immer welche) bei unserem Projekttag am 16.3.2025.

Vortrag: Wie kann Wohnen in Baden-Württemberg bezahlbar gemacht werden? Einblicke in die wissenschaftliche Forschung

Freitag, 23. Januar 2026

19:30-21:00 Uhr

Café Hafenblick, Hechinger Str. 35 (4-Häuser-Projekt)

Mit: Dr. Johanna Betz, Institut für Humangeografie der Goethe-Universität Frankfurt/M., Wohnraumbündnis Tübingen, Neustart: solidarisch leben + wohnen eG.

Wie in ganz Deutschland stehen auch in Baden-Württemberg die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt im Zentrum gesellschaftlicher Debatten. Die Preise für Mieten und Wohnen sind in den letzten Jahren stark gestiegen, bezahlbarer Wohnraum wird knapper und der Zugang zu Wohnen ungleicher. Das Pestel-Institut hat 2024 für das Bundesland Baden-Württemberg den bundesweit größten Fehlbestand von Sozialwohnungen berechnet – über 200.000 Sozialwohnungen fehlen im Südwesten.

Doch obwohl das Wohnen seit einiger Zeit in Politik und Medien als eine zentrale „soziale Frage unserer Zeit“ bezeichnet wird, gelingt es der staatlichen Politik bisher nicht, die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt umzukehren. Zwischen der medialen Aufmerksamkeit und den Ankündigungen von Politiker*innen auf der einen und den spürbaren Folgen einer Wohnungsnot auf der anderen Seite klafft eine große Lücke.

Die Humangeografin Dr. Johanna Betz hat die Struktur des Wohnungsmarktes und die Landespolitik im Südwesten im Rahmen einer Studie im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg untersucht und gibt Einblicke in ihre Forschung. Ihre Ergebnisse lauten: Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum ist nach wie vor groß und die entsprechenden landespolitischen Maßnahmen können ihre Ziele bisher nicht erreichen. Was es braucht, um der Wohnungskrise zu begegnen, ist eine verbesserte Förderung, die ihre Adressaten auch wirklich erreicht, stärkere politische Unterstützung von Kommunen und gemeinwohlorientierten Akteuren und eine koordinierte Initiative über alle politischen Entscheidungsebenen hinweg,

Im Anschluss an den Vortrag von Johanna Betz kommentieren Vertreter:innen des Wohnraumbündnisses und der Genossenschaft Neustart: solidarisch leben – wohnen eG aus ihrer Perspektive und es besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg und des Wohnraumbündnis Tübingen.

Wärmepumpen für unsere Häuser

Nachdem der Neubau bezogen ist, geht es mit der Modernisierung der Altbauten weiter – insbesondere die 30 Jahre alten Gasheizungen in der Hechinger Straße 46 und Autenriethstraße 15 waren überfällig. Für den Altbau eine neue Heizung zu finden ist aber gar nicht so einfach – am besten ohne vorherige aufwendige Dämmung, ohne vollständigen Heizkörpertausch und möglichst ökologisch und zukunftssicher. Fernwärme kam auf Grund der hohen Erschließungs- und Betriebskosten und dem aktuell mangelnden ökologischen Nutzen nicht in Frage. Jetzt wird unsere Wärme in diesen zwei Häusern durch jeweils zwei Wärmepumpen des Herstellers Lambda aus Österreich erzeugt – mit ausreichend hoher Vorlauftemperatur, so dass auch unsere Altbauten warm werden. Da wir ausschließlich Ökostrom beziehen, spart das ca. 50 Tonnen CO2 pro Jahr. Ganz günstig ist die Investition natürlich nicht, aber wir gehen davon aus, dass sie sich in 5-10 Jahren auch finanziell rechnet. Nächstes Jahr folgen die beiden anderen Häuser! 

Wir beteiligen uns an der Südstadt-Sause 2025

Die Südstadtsause geht in die nächste Runde – mit einem fetten Programm in und um die Wohnprojekte in der Tübinger Südstadt!
Auch wir sind mit dabei:
Entspannter Cumbia von DJ Petardo und Siebdrucken am Freitag 3.10. zwischen 15 und 19 Uhr im Café Hafenblick in unserem fünften Haus in der Hechinger Str. 35! 🎶👕

Spätsommerfest 2025: Samstag 27. September

Hechinger Str. 46
ab 15:00 Uhr:
Kaffee & Kuchen / Später Wein
Mitmachzirkus, MiniPuppentheater
GlitzerglemmerSchminken, Dosenwerfen,
Gummibärschleuder & Tischtennis

Hechinger Str. 23
ab 15:30 Uhr:
Graffiti / Siebdruck mit HipHop: Montagscypher & Karlo K.
ab 18:00 Uhr:
Bands: Cannedwizzardy, Dongaclass & Underscore
Danach Silent Disco (20€ Pfand für Kopfhörer)

Hechinger Str. 35
ab 17:00 Uhr:
Kartenlesechillout mit Inge

Hechinger Str. 40
ab 20:00 Uhr:
Chillout & Cocktailbar

☆ Wir freuen uns auf Euch ☆

Unser Fußball-Team Fortuna hat beim legendären Tübinger Kommando Cup erstmals teilgenommen und den 5. Platz abgesahnt!

Sharing-Economy? Was wir alles teilen…

Für unseren Projekttag im März 2025 haben wir uns gefragt, was wir eigentlich so alles in unseren fünf Häusern miteinander teilen… Die Sammlung ergab:
– Wäscheständer
– Zeit
– Bodenputzmittel
– Stockwerksessen
– Geduld
– Werkstätten
– Zeitungen
– Internet
– Humor
– Werkzeuge
– Kinderspielgeräte und -gefährte
– Waschmaschinen
– Drucker und Scanner
– Samen und Setzlinge
– Liebe
– Lastenräder
– schwäbische Kehrwoche
– Food Sharing-Brot
– Gärten
– Gartenarbeit
– Projekttage
– PV-Anlagen/Balkonkraftwerke
– Tiefkühltruhen
– Konflikte
– Zu-verschenken-Regale und -Kisten
– Solawi-Anteil (solidarische Landwirtschaft)
– Tischtennis-Platte
– allerleih Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten
– Wikinger Schach
– Katze
– Gästezimmer
– Gemeinschaftsräume
– Bücher
– gegenseitige Hilfe
– Autos
– Plenum
– Lebensmittel
– solidarische Mieten
– Babysitting
– Dachterrasse

Im Notfall Leben retten können: Unser Laiendefibrillator hängt!

An unserem Neubau in der Hechinger Str. 35 hängt seit heute neben dem Eingang zum Cafe Hafenblick ein Laiendefibrillator (AED, Automatisierter Externer Defibrillator). Diese Geräte können bei starken Herzrhythmusstörungen oder plötzlichem Herzstillstand Leben retten, in dem sie Ersthelfende anleiten und durch gezielte Stromstöße das Herz wieder in Funktion bringen. Jede:r kann so ein Gerät verwenden: Erste Hilfe: Herzdruckmassage & Anwendung eines AEDs

Leider hängen in der Region Tübingen noch viel zu wenige AEDs, die rund-um-die-Uhr zugänglich sind. Das wollten wir ändern – unterstützt von der Björn-Steiger-Stiftung, die den Anschaffungspreis subventioniert hat. Wir hoffen, dass das Gerät nie gebraucht wird!

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